Shades and Traces

2008
Contact Prints combined with Luminograms
41 x 61 cm, diptychs, framed (16.14 x 24″)
(36 x 84,5 cm, triptychs, framed) (14.17 x 33.26″)

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Dinge werfen Schatten und Schatten werden zu Konturen und Spuren, die über den Blattrand oder die Wand hinaus erzählen. Sie sind unfertig und dennoch für Augenblicke in sich geschlossen. Es verhält sich mit Schatten-Momenten so, wie mit dem Blättern in Borges’ Buch, welches er in der Erzählung Die Sanduhr beschreibt. In seinem Buch wird es nie möglich sein, zweimal dieselbe Seite aufzuschlagen, da sie nie mehr gefunden werden kann. Dies mag zu bedauern sein, eröffnet aber auch enorme Möglichkeiten und macht uns frei – auch in Bezug aufs Erzählen und Erfinden.

Die Zeichnungen der Schattenbilder hatte ich vor und hinter unserm Haus in Brooklyn gemacht. Diese habe ich nun Jahre später als Contact Prints auf Fotopapier belichtet. Die flüchtigen Schattenrisse, die sich fortlaufend beim Aufzeichnen des Sonnenlaufs und des Windes wegen aufzulösen drohten, -es war oft ein Zeichnen gegen die Zeit-, wollte ich nicht mehr nur auf einem Blatt Papier festgehalten sehen, sondern auch auf der lichtempfindlichen Schicht eines Fotopapiers. Sie sind nun wieder, im wahrsten Sinne des Wortes, Lichtzeichnungen.
(2008)

Polaroid-Bergen

Brooklyn – where the drawings were made
(Polaroid – taken with a homemade pinhole camera)